Das Ensemble

Das Ensemble Marges gründete sich im Wintersemester 2005/06 an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar; seine Mitglieder sind zu großen Teilen Studenten und Absolventen eben dieser Institution. Die jungen Musiker aus Italien, Argentinien, Russland, Serbien und Deutschland haben damit ein Kollektiv geschaffen, das sich einem betont internationalen Repertoire bekannter und unbekannter Werke widmet.

Dass gerade Weimar als „Residenzstadt“ eines Ensembles für NEUE MUSIK prädestiniert ist, beweist die Vielzahl der außergewöhnlichen und hochkarätigen Ensembles, die hier ihren Ursprung genommen haben und auch heute noch das kulturelle Leben der Stadt prägen. Sich dieser Tradition zu stellen und dabei doch etwas Andersartiges zu schaffen, ist das Ziel des Ensembles.

Im Mittelpunkt der Ensemblearbeit steht der Brückenschlag zwischen der Musik des 20. Jahrhunderts und den lebenden Komponisten. So kommen in den Konzerten neben den „Klassikern“ der Moderne auch Werke der jüngsten Generation zu Gehör. Dem Ensemble ist wichtig, hier ästhetische und gesellschaftliche Verknüpfungen und Berührungspunkte aufzuzeigen.

Dementsprechend versucht das Ensemble Marges, einerseits durch seine Programmgestaltung ein gemischtes und vielschichtiges Publikum anzusprechen und andererseits durch die Verbindung der beiden Epochen diejenigen in die Konzerte zu ziehen, die sich mit der Neuen Musik „angefreundet“ haben, jedoch den „neuesten Werken“ eher skeptisch gegenüber stehen.

Eine flexible Besetzung und innovative Akzente ermöglichen den jungen Musikern der konzertanten Konvention auszuweichen und abseits des traditionellen Konzertbetriebes neue Wege für das gefühlsreiche Erleben von Musik zu suchen. Das französische Wort „Marges“ – Randgänge – ist folglich Titel und Konzept des Ensembles zugleich.

Neben seiner Konzerttätigkeit wird das Ensemble auch als Jury in Kompositionswettbewerben eingeladen. 2008 begann eine Zusammenarbeit mit der Compagnie Aquanaut, die unter dem Titel „ART!stik Labor“ Musik, Tanz, Akrobatik und Pantomime in einer Performance vereint. 2009 begann die Arbeit an Stummfilmprojekten, gefolgt von einer Konzertreise in den Libanon im Jahr 2010 und der Eröffnung des Stummfilmfestivals der  Cinémathèque Leipzig. Im Frühjahr 2012 folgte die Premiere der Auftragskompositionen zum Silhouettenfilm „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ mit Auftritten in Weimar und Florenz.

Musiker:
Astrid Schütte – Violine
Kristiina Kostrokina – Violine
Katharina Uzal – Cello
Eric Thanbichler – Flöte
Michael Möstl – Klarinette
Samuel T. Klemke – Gitarre
Marija Kandic – Akkordeon
Natasa Srdic-Jahn – Klavier
Diego Uzal – Komposition
Thomas Nathan Krüger – Komposition
außerdem
Christiane Freywald – Viola
Christoph Jahn – Cello
Predrag Tomic – Akkordeon
Ina Richter – Flöte
Elisabeth Richter – Flöte